Sehr geehrter Herr Kiffe,

sehr gerne möchte ich mich bedanken bei Ihnen und Ihrem Team, für die wunderbare „Geschäftsidee“, geübte und von Ihnen geschulte Pflegerinnen 14 Tage lang durchgängig an eine Pflegestelle zu schicken und danach eine weitere Person wieder für 14 Tage kommen zu lassen!

Für meine 89-jährige Mutter hat sich diese Form der intensiven Begleitung als lebensrettend und Lebensqualität entfaltend ausgewirkt!

Nach dem plötzlichen Tod meines Vaters 1997 zeigte sich bei meiner Mutter zwei Jahre später zunehmende Vergesslichkeit im Kurzzeit- wie auch im Langzeitgedächtnis. Ereignisse und Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit wurden plötzlich zusammen geschoben und in oft kluger oder überraschend interessanter Weise gedeutet. Das brachte die `Historiker in ihrer Umgebung oft zur Verweiflung, da die Jahreszahlen und Daten nicht mehr stimmten, aber die Zusammenschau der Dinge ergaben für uns neue Einsichten in die Zusammenhänge ihrer Geschichte.

5 Jahre später begann meine Mutter alle Fotos zu beschriften und nach und nach klebten an allen Schubladen und Regalen in Küche und Schlafzimmern kleine Zettel, die den Inhalt des Behältnisses kennzeichneten.

Im Sommer 2008 endlich war meine Mutter so vergesslich, aber auch so verunsichert geworden, dass sie mit mir und einigen Koffern ins Auto stieg - ich sagte ihr, wir machen jetzt eine Reise nach München – und sie ab dem Zeitpunkt bei uns in der Wohnung in München wohnte.

Erstaunlicherweise fragte sie mich nie mehr nach ihrer alten Wohnung in Bad Tölz, in der sie mit meinem Vater 13 Jahre lang zusammen gelebt hatte, vom Beginn seines Ruhestands bis zu seinem Tod. Es lebten immer viele Freunde meiner Eltern im selben Haus, es war wie ein gegenseitiges „Betreutes Wohnen“. Daher konnte meine Mutter auch noch nach dem Tod meines Vaters weitere 12 Jahre dort wohnen bleiben. Regelmäßig kamen auch gute Bekannte und Freunde nach Bad Tölz zu Besuch.

In München führten wir die regelmäßigen Besuche und Ausflüge weiter, soweit es uns möglich war auch mit den alten Freunden der Eltern.

Zwei Jahre konnten wir – unsere Familie und unsere gemeinsamen Freunde – die Begleitung meiner Mutter tagsüber fortführen, nachts brauchten wir aber schon sehr bald eigene Nachtdienste und Nachtwachen, da meine Mutter nachts schlecht schlafen konnte und ihr kein Schlafmittel half. So war zu den 3-5 Personen tagsüber, die tageweise wechselten, zusätzlich beinahe jede Nacht in der Woche jemand Anderer bei ihr.

Ab August 2008 benötigte meine Mutter Hilfe in allen körperlichen Belangen. Hinzu kam eine kontinuierlich stärkere Inkontinenz. Auch diese Pflege übernahmen die täglich wechselten alten Bekannten und Freundinnen, jede in ihrer Weise.

Anfang November stürzte meine Mutter morgens, d.h. sie kippte einfach leise nach hinten um. Die Nachtdienst-Pflegerin konnte sie nicht halten.

Ab diesem Zeitpunkt tat meiner Mutter das Laufen und Sitzen immer weh.

Gleichzeitig konnte sie sich nicht mehr genau ausdrücken. Oft konnten wir uns aus ihren Worten keinen Reim mehr machen. Mühevoll bewegte sie die Beine, trotz aller Arztbesuche konnten die Schmerzen nicht genau lokalisiert werden.

Am 23. Dezember 2011 legte sich meine Mutter abends ins Bett und wollte nicht mehr aufstehen. Sie blieb einfach liegen und jammerte leise.

Wir brauchten ein Pflegebett und versierte Pflegerinnen. Der ambulante Pflegedienst aus der Umgebung kam sofort und übernahm die ganze Körperpflege im Bett.

Sehr nette und freundliche Pfleger und Pflegerinnen wechselten sich dreimal täglich ab.Somit wurden es 12 Personen pro Tag, die meiner Mutter hantierten. 

Bei der Fülle an beteiligten Personen war uns und auch dem regelmäßig zur Visite kommenden Hausarzt nicht aufgefallen, dass die Verdauung meiner Mutter 2 Monate lang nicht der Menge der zu sich genommenen Speisen entsprach. Da sie kontinuierlich ein Verdauungsmittel erhielt, machten wir uns darüber wenig Sorgen. Die befreundete Frauenärztin gab hin und wieder ein Klistier, zur Vorsorge, wenn meine Mutter wegen Schmerzen klagte.

Nach Weihnachten rief ich völlig entnervt die Nummer des Pflegevereins „Pflege & Hilfe Daheim GmbH“ an, die mir schon ein knappes Jahr zuvor eine gute Bekannte gegeben hatte. Damals war Herr Kiffe sogleich gekommen und hatte sich unsere Situation angesehen, doch wir wollten die höheren Kosten noch umgehen.

Die täglich wechselnden Personen mit ihren unterschiedlichen Pflege- und Therapieempfehlungen, die permanente Notwendigkeit, die einzelnen Besucher und Pfleger von den jeweiligen Veränderungen zu unterrichten und auf dem Laufenden zu halten, hatten meine Kraft total erschöpft. Ich war einer durchdrehnden Schraube gleich. Ausgerechnet zwischen den Jahren rief ich an, wo doch alle normalen Menschen Urlaub machen und nur Notdienste Bereitschaftsdienste machen. Meiner Mutter ging es so schlecht, dass ich gleichzeitig auch den Hospiz-Verein anrief. Mit diesen liebevollen Mitarbeiterinnen saß ich unter dem Weihnachtsbaum und wir planten die „letzten Dinge“.

Am Weihnachtstag fand im Schlafzimmer meiner Mutter auch die Krankensalbung statt im Kreis der Kinder, Enkelkinder und engsten Freunde. Meine Mutter lag völlig apathisch im Bett, lächelte und stöhnte hin und wieder.

Am 5. Tag nach meinem Hilferuf bei „Pflege und Hilfe Daheim“ kam schon die erste Pflegerin, die nicht nach 10 Minuten wieder aufbrechen musste, sondern den ganzen Tag blieb und sich rundum verantwortlich fühlte.

Am 3. Tag trat eine heftige Darmblutung bei meiner Mutter auf. Sofort brachten wir sie ins Krankenhaus, erst in das nahegelegene, dann in ein anderes.

An sich ist auch in der ersten Woche des Jahres in Bayern Ferienstimmung. Doch da die Pflegerin mit ins Krankenhaus gehen konnte, dort Tag und Nacht blieb, und selbst sehr viel Erfahrung mitbrachte, konnten die harten Darmstein, die die blutenden Fissuren hervorgerufen hatten, Stück für Stück den Darm verlassen, eine Darmspiegelung durchgeführt werden und meiner Mutter sich dennoch sichtlich entspannen. Zwei Wochen waren nur die Pflegerin und ich um meine Mutter, von kurzen Besuchen der alten Freundinnen abgesehen.

Und siehe da, meine Mutter begann wieder zu essen, die Verdauung begann langsam normal zu arbeiten, die Verdauungstabletten blieben unverwendet im Regal liegen.

Offenbar hatte sich meine Mutter in den zurückliegenden Monaten zunehmend sehr verspannt, weil sie die Vielfalt der sich auch in intimen Dingen begleitenden Personen nicht mehr durchblicken konnte, und ihr Darm blockierte.

Parallel dazu hatte sich auch ihre körperliche Beweglichkeit sehr eingeschränkt. So blieb meine Mutter ausschließlich im Bett liegen und die Pflegerinnen hatten große Mühe, ein sich Wundliegen zu verhindern.

Sehr langsam begann meine Mutter wieder etwas zu essen, kauen war ihr zu mühsam, also pürierten wir alles, so wie es uns die Pflegerinnen empfahlen. Auch regelmäßiges Trinken wurde eingeführt und durchgeführt, nicht unbedingt zum Vergnügen meiner Mutter. Doch sie ist so vertrauensvoll allen Personen gegenüber, dass sie auch Unangenehmes ihnen zu Liebe geschehen lässt.

Als nach 14 Tagen eine neue Pflegerin kam, war sie sichtlich unsicher, wusste sie doch nicht mehr, ob sie sie kennen sollte oder ob sie wirklich fremd und neu ist. Aber schon nach drei Tagen war die Fremdheit überwunden und sie streichelte die Hände und Arme der Pflegerin liebevoll. So war es bei allen Wechseln.

Alle Pflegepersonen vermochten sich immer leise und liebevoll in die spezielle Situation meiner Mutter hineinzudenken und konnten ein liebevolles Vertrauensverhältnis aufbauen.

Heute, nach 5 Monaten, läuft meine Mutter wieder selbstständig neben der Pflegerin in der Wohnung herum, geht mit großen Genuss draußen spazieren, meist im Rollstuhl, steigt die Treppen, die zum Aufzug führen, selbstständig hinauf und hinunter.

Sie isst wieder unser reguläres Essen mit, schneidet sich das Fleisch selbstständig, hört aufmerksam dem Tischgespräch zu und gibt hin und wieder eigene Kommentare.

Diese sind für uns oft sehr lustig und überraschend, oft hintersinnig. Nie mehr hätten wir ihr solche Kommentare nochmals zugetraut, denn ihre Grunderkrankung, die Demenz, ist geblieben.

Sehr glücklich konnten wir Mitte Mai den 89. Geburtstag unserer Mutter feiern und sie saß mitten in unserer Runde glücklich und zufrieden!

Nun möchte ich noch ein wenig über Ihre direkten Pflegeleistungen sagen.

Ich achte die Arbeit aller Ihrer Pflegerinnen sehr, ihren kontinuierlichen Einsatz und ihre Bereitschaft zu allen Diensten, auch allen, die im Haushalt anfallen!

Ich bedaure, dass wir Ihnen diese Arbeit nicht besser vergüten können, sind wir doch allen Pflegerinnen außerordentlich dankbar!

Ihre Arbeit ist von einem gemeinsamen Geist der Menschenfreundlichkeit und der Achtung vor der Würde eines Menschen getragen, mag die gepflegte Person noch so eigenartig sein!

Der regelmäßige 14-tätige Wechsel des Personals hat den großen Vorteil, dass sich zwischen „Patient“ und Begleiterin in dieser Zeit ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann, die neue Pflegekraft aber wieder frischen Wind in die Stube bringt und so einer zu großen Abhängigkeit der betreuten Person von der Pflegerin vorgebeugt wird. Auch weckt die neue Situation neue Kräfte in allen Beteiligten!

Sehr schätze ich, dass die Pflegerinnen mitbestimmen, ob sie an einer Pflegestelle bleiben wollen oder nicht. Leisten sie doch eine nicht immer angenehme Arbeit und müssen zusätzlich in immer eigene Familien hinein finden.

Die Nicht-Abhängigkeit von Pflegerinnen und den Hilfe-in-Anspruch-Nehmenden schafft einen freien Raum zu Atmen und ermöglicht eine sinnvolle, freie Kooperation untereinander.

Wesentlich sind die regelmäßigen Besuche der Mitarbeiter aus den regionalen Büros!

Sie bringen immer genügend Zeit mit für ausführliche Gespräche mit den Betreuerinnen und den Familienangehörigen. Ebenso erhalten sie während ihren Besuchen einen eigenen Einblick in die Situation des Gepflegten.

So können eventuelle Kritik oder Verbesserungsvorschläge sachlich und ohne Peinlichkeit eingebracht werden und auch gemeinsam neue Abschnitte in der Pflege bedacht und konzipiert werden.

 

Selbst per Telefon konnte ich immer schnell, unkompliziert und in vertrauensvollem Gespräch eine notwendige Veränderung mit der Pflegeleitung absprechen.

Gold wert ist auch, dass alle Urlaubs- und Krankheitsvertretungen der Pflegerinnen von der Pflegeleitung geregelt werden, sodass ich in den vergangenen 5 Monate nie allein war, auch als die erste Pflegerin, die zu uns kam, am 2. Tag erkrankte. Es wurde umgehend eine Ersatzperson gefunden, die schwungvoll in die schwierige Situation mit meiner Mutter einstieg und sie hervorragend bewältigte.

Ich kann kaum fassen, welch große Hilfe unserer Familie durch Ihr Pflegekonzept widerfahren ist. Mein Mann, unsere Kinder und ich wissen es sehr zu schätzen!

Natürlich freue ich mich und ist es nicht selbstverständlich, dass mein Vater so viel Vermögen für meine Mutter anlegen konnte, dass wir hiervon alle Kosten bezahlen können.

In herzlicher Verbundenheit und in großer Dankbarkeit,

Ihre

M. W.


PS: Lieber Herr Kiffe, gerne können Sie auch nur Teile meines langen Gedankenganges verwenden!

Ihre Einladung, etwas aus meiner Erfahrung aufzuschreiben, war mir eine Hilfe, mich dieser wunderbaren Entwicklung meiner betagten Mutter selbst noch einmal gewahr zu werden und vielleicht letztlich hiermit auch unserem Herrn zu danken für das lange, reich beschenkte Leben meiner Mutter bis zum heutigen Tag!

Mit herzlichen Grüßen und Wünschen an Ihr ganzes Team,

Ihre M. W.

 

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